Montag, 20. Juli 2015

kleines Kraftwerk und viel Fliesen

Nach dem ewigen Spachtel brauchte ich mal eine Abwechslung und habe mich entschieden, ich kann doch schonmal anfangen zu streichen. Der Sanitär möchte ja eh bald in den Raum und alles verbauen, dann komme ich da ja auch nicht mehr ran. Und Fliesen können wir dann ja auch gleich...

So sieht also der Anfang aus. Noch steht der Heizkessel im Weg, also erst die eine Seite fliesen, dann den Kessel darauf stellen und dann ging es auf der anderen Seite weiter.


Und so sieht jetzt das kleine Kraftwerk im Hauswirtschaftsraum aus. Der Sanitär hat es tatsächlich geschafft, jede!!!! Wand mit irgendeinem Gerät zu belegen. Jetzt gibt es keine freie Wand mehr für Regale...oh je...


 Und hier die gegenüberliegende Wand. Die graue Fliese wird auch im Flurbereich liegen, hier aber noch mit einer Musterfliese im Stil der alten Zementfliesen (nur in günstiger :-) )


Im Obergeschoss wurde die Dämmung von uns für die Fußbodenheizung gelegt. Leider ist das in den Angeboten von Sanitär und Estrich bei beiden nicht berücksichtigt worden (und wir hatten uns da so drauf verlassen), so dass wir in windeseile noch schnell den Boden dämmen mussten, bevor dann die Fußbodenheizung und der Estrich gelegt werden konnte.

Der Wäscheschacht ist auch installiert und wird sicherlich ganz professionell festgehalten 




Juhu, der Estrich ist da! Und es lief ungefähr so ab: Estrichleger sind da. Kies ist da - beim falschen Haus. Kies wird neu bestellt. Estrichleger gehen Frühstücken. Estrichleger kommen wieder - Zement fehlt. ;-(
Also alles auf Dienstag verschoben..da wollte aber der Tiefbauer kommen. Jetzt liegt in der Einfahrt aber Kies. Also Tiefbauer auf Mittwoch verschoben. Mittwoch - kein Tiefbauer...


Und um den Post mal richtig lang zu machen und die vergangenen Wochen aufzuholen, ich habe mich im fliesen versucht! Ich habe eine Wand (ok...eine kleine Fläche) im Gäste-WC gefliest. So sah es nach dem ersten mal aus:




Irgendwie nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte...also habe ich am nächsten Tag das Motiv verändert und nun ist das bei herausgekommen:




Ja, das Loch soll so sein. Die Wand werde ich noch blau streichen und es soll dann wie eine alte, kaputte Mauer aussehen.

Und weil Fliesen ja tatsächlich spaß macht (und so schön schnell die Optik verändert), haben wir dieses Wochenende in der Küche angefangen. Ok, dass muss auch sein, denn die Küche soll bald kommen (wenn der Termin dann nicht noch ein drittes mal verschoben wird vom Küchencenter...). Und die erste Tapete ist in der Küche auch gleich angebracht. Und das war eine qual...immer dieses ausmessen, auf Stoß kleben etc. Aber mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Nur einen kleinen Fehler gibt es...sieht in jemand?


 
Die Tapete ist von Borås Tapeter. Leider nicht ganz billig, aber die Verarbeitung war wirklich super einfach. Und für eine Akzentwand ist das dann noch erschwinglich.





Freitag, 26. Juni 2015

DIY Spiegel

Auf dem tollen Blog von Jennifer habe ich eine super DIY Idee für einen Spiegel (hier) oder besser gesagt, eine Spiegelverzierung gesehen und hab mir gedacht, dass kann ich doch auch mal probieren.

Ikea hat ein neues Modell des Spiegels im Programm, dieser ist jetzt zweifarbig in Buche und Weiß (hier)
Dazu habe ich dann aus dem Baumarkt Rundhölzer in 8mm Durchmesser gekauft. Da ich nicht wußte, wie oft ich mich vermesse (das kommt bei mir leider öfter mal vor..), habe ich gleich acht Rundhölzer gekauft, aber bei dem geringen Preis auch nicht so entscheident.

 Das Kreuz geht schön einfach :-)

 Die Mini-Hand-Gärungssäge

 Damit auch alles wirklich nachher passt, habe ich in dem Spiegel die Ecken zusammen geleimt



 Ausklinken der Überlappungen

Und dann ging es an das frickelige...zusägen, anpassen und nichts passt. Grr....blöd, dachte, das wäre einfacher. Die schöne Mini-Gärungssäge von meinem Papa macht leider nur einen 90 Grad Winkel und der ist leider nicht passend. Also alles mit dem professionellen Augenmaß ausgewertet und drauf los gesägt. Dann versucht, die Dreiecke so zu formen, dass diese auch gleichmäßig sind und in den Spiegel passsen. Alles nicht so einfach, aber auch nicht wirklich kompliziert. Nur wenn man abends um neun denkt, ich mach das mal eben, dann klappt das nicht so ganz.
Aber nach etwas ausprobieren, war der optimale Winkel gefunden und ich habe die Ecken zusammen geleimt und über Nacht trocken lassen.Am nächsten Tag ging es dann weiter mit dem Ausklinken der Leisten an den Stellen, wo sich die Dreiecke und das Kreuz überlappen, denn sonst steht alles viel zu hoch. Da ich die doch etwas zerbrechlich wirkende Konstruktion schonen wollte, habe ich das mühselig mit einem für den Modellbau gedachten Set abgeschliffen. Aber am Ende hat alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. 


 Alles zusammenleimen und beschweren

(hier liegt alles noch lose, hab gar kein Bild vom fertigen Spiegel)

Lackiert habe ich die Hölzer jetzt (noch) nicht. Durch die bereits vorgegebenen Farben in weiß und buche, finde ich ihn so auch sehr schön und vor einer weißen Wand, wirkt das sicherlich ganz toll. Also vielen Dank an Jennifer für das Teilen der Idee!
Einen festen Platz habe ich zwar noch nicht für den Spiegel, aber schon viele Ideen, wo er denn später hin könnte...

Respekt, wer's selber macht!

Jetzt habe ich schon ganz schön lange nicht mehr berichtet, was sich so auf der Baustelle getan hat. Nachdem der BlowerDoor Test bestanden war, ging es weiter mit den Eigenleistungen. Futura hat die Bodenplatte letzte Woche Montag endlich abschließend geschliffen und in der Zeit habe ich die Fliesen für das Erdgeschoss gekauft. Auf der Baustelle konnten wir nichts machen, also war dafür mal Zeit.

Zwei Wochen hatte ich jetzt Urlaub und wir haben mit dem spachteln und schleifen angefangen...eine ganz tolle Arbeit :-(
Knapp 1 1/2 Wochen sind jetzt damit verbracht und das Erdgeschoss ist noch nichtmal fertig. Und weil wir so voller Elan waren und endlich mit den anschrauben der ganzen OSB und Rigipsplatten fertig werden wollten, haben wir leider in ein Stromkabel gebohrt und das halbe Wohnzimmer damit lahm gelegt. Also Wände wieder aufreißen, neues Kabel legen, alles wieder anschrauben und erneut spachteln. Da kommt Freude auf...Also diesen Teil der Eigenleistungen darf man wirklich nicht unterschätzen! Nach dem ersten Raum hatten wir zwar den Dreh raus und mussten nicht die Spachtelmasse die aufgebracht wurde auch komplett wieder abschleifen, aber es ist doch trotzdem viel arbeit und nervt irgendwann. Und abends sieht man um 60 Jahre gealtert aus, mit all dem weißen Staub in den Haaren.

Aber das schöne am Ende des Tages ist, morgen wird der erste Raum gestrichten! Juhu, endlich etwas Farbe an die Wände. Ok, es ist nur zum testen, wie gut gespachtelt wurde oder ob überall noch gründlicher (wir sind schon sowas von super gründlich) gearbeitet werden muss.

Und bei so Tagen auf der Baustelle kommen dann auch allerhand Leute mal zum gucken vorbei. Die Jungs der Stadtwerke haben mit dem Elektriker ein Pläuschchen gehalten, die Tiefbauer kamen zum angucken vorbei, Herr Lehmann zum anbringen der rausgefallenen Dachpfanne (mittlerweile waren es schon zwei) und der verlängerten Regenfallrohre, dann schaute noch der Heizungsbauer vorbei und ein paar verirrte Handwerker des Baugebietes, die ihre eigentliche Baustelle nicht finden konnten.


 Das Gäste-WC hat seine Vorbauwand bekommen


 Spachteln wie die Weltmeister...



hier mal eine Fensterkante (das wird noch hübscher)
 
 Blick von der Küche in den Flur (links) und in das Wohnzimmer (rechts)


Der Elektriker nutzt die Wand als Whiteboard


Montag, 1. Juni 2015

Bestanden!

Heute war der zweite Tag der Wahrheit, der Blower-Door-Test wurde wiederholt. Das Testergebnis steht ja schon im Titel, aber der Weg dahin war leider nicht so problemlos.
Morgens um acht kam der Tester, baute sein Equipment auf und fing an...die Werte sind zu hoch.
Ahhhhhhhhhhh, wie kann das sein? Den ganzen Sonntag haben wir mir Löcher suchen verbracht um diese dann zu verkleben und dann sowas. Die ersten größeren Undichtigkeiten waren zum Glück schnell ausgemacht, die Abwasserleitungen vom Bad und WC sind undicht gewesen und wurden schnell nachgeklebt. Aber so richtig prickelnd war der Wert dann immer noch nicht und so ging der gute Mann mit einem kleinen Suchgerät (wie auch immer der Fachbegriff dafür ist) auf die Suche und konnte was finden? Nichts...keine größeren Leckagen sind auszumachen.

Nächster Schritt wäre also die Nebelmaschine gewesen, aber irgendwie hat sich das Häuschen wohl der Wichtigkeit dieses Testes erinnert und ganz fest die Luft angehalten, denn die Werte waren plötzlich alle in Ordnung. Das Ergebnis ist jetzt nicht, dass ich laut "Juhu" rufe, aber es reicht zum bestehen. Das ist wie in der Schule, 1,3/h ist bestanden. Bestanden ist gut und gut ist eine Zwei :-)

Laut dem Tester liegt der Wert auch an der Konstruktion des Hauses. Talis baut bei 1,5 gschossiger Bauweise zwei Luftdichte Hüllen, einmal im Erdgeschoss und einmal im Obergeschoss. Wenn dann Leitungen, wie z.B. die Lüftungsrohre durch die Deckenebene gestoßen werden, wird die Folie zerstört und kann nicht genauso gut wieder verklebt werden, bzw. es wird auch massig an Folie verwendet und da diese auch nicht 100% dicht ist, auch ein (minimaler) Schwachpunkt. Baut man also ein Bungalow ohne Lüftungsanlage mit Talis, gibt es nur eine Lufthülle und kaum Durchstöße und somit von der Konstruktion schon einen besseren Wert.

Und wenn ich überlege, wieviel Klebeband wir noch verbraucht haben um alle Löcher zu stopfen, dann kann ich diesem nur zustimmen.






Neues aus dem Badezimmer, die Wand in der Dusche (ja, in der Dusche) ist gebaut. Hier rechts soll dann eine kleine Ecke für die Handtücher entstehen und damit die nicht klitschnass werden, gibt es diese kleine extra Wand.

Da wo noch die Isolierung rausschaut, wird dann die Duschbrause hängen.



Montag, 18. Mai 2015

Die ersten Deckenplatten sind dran...


Die Feiertage wurden genutzt um die ersten Deckenplatten anzubringen. Zu dritt und mit einer Haltekonstruktion ging das dann auch erstaunlich gut. Leider bringt ein Raum mit vielen Ecken dann auch viel Maßnehmen und Schneiderei der Platten mit sich. Aber die ersten drei Räume haben wir tatsächlich über Himmelfahrt geschafft.


 Hier sieht man schön die ganzen Lüftungsschläuche und Wasserleitungen, die sich ihren Weg durch das Badezimmer suchen


Die Superduper-ich-halte-jede-Platte-Konstruktion

 Die eine Seite der  Wand beim Schornstein im OG wurde dann auch gemauert, jetzt fehlen hier noch die OSB und Rigipsplatten vor.


Der Papa bei der Arbeit. Mal wieder messen und zuschneiden...

Und zum Blower Door Test gibt es keine Neuigkeiten...keiner will es gewesen sein, man will mir lieber schriftlich noch zukommen lassen, dass man sich von allen Regressansprüchen wegen fehlerhafter Verarbeitung der Leitungen freispricht. Die sind nämlich super gemacht worden. Aha...na das wird wohl eher der nächste Test und die Zeit zeigen, ob es irgendwo schimmelt oder nicht.
Jetzt am Mittwoch kommt dann endlich mal der (neue?) Bauleiter, denn der eigentliche hat bisher nicht auf meine Anrufe reagiert noch sich an den angedachten Termin gehalten. Angeblich in einem anderen Bereich eingespannt...aber so ein 3min Telefonat wäre ja wohl schon drin? Oder sehe ich das falsch?

Und meine lose herumliegende Dachpfanne liegt auch immer noch so rum...da ist kein Notfallteam für herbeigeilt..schade eigentlich.


Dienstag, 5. Mai 2015

kreative Sturmlösungen

Das Bild ist zwar schon etwas älter, aber ich will es euch nicht vorenthalten:


Das ist doch mal eine kreative Sturmlösung, damit das Klohäuschen nicht wie bei den anderen wild durch die Gegend fliegt. Unten wurde noch ein Pflock reingehauen und so gab es kein entkommen mehr für das Dixi.

Montag, 4. Mai 2015

Löchrig wie ein schweizer Käse

Heute war der große Tag, der Blower-Door-Test stand an. Wohooo. Und so schnell wie er gekommen war, ist der Tag auch schon wieder vorbei. Test abgebrochen.
Abgebrochen, da sich schon in der Anfangsphase des Einblasens der Luft gezeigt hat, dass die Haushülle löchrig ist und das nicht nur geringfügig, sondern in so einem Maße, dass der Test gleich wieder beendet werden kann. Erlaubt ist ein Wert von 1,5/h (mit Lüftungsanlage) und bereits in der Anfangsphase stieg er auf 3/h, also weit über dem, was geht.

Was für ein Schock! Am Wochenende habe ich noch alle möglichen Stellen abgeklebt, den Schornstein kunstvoll à la Christo verpackt und dann hat alles nichts gebracht. Mögliche Ursache ist wohl die Sanitärfirma. Die hatte ich zwar über den Termin informiert, aber das scheint die nicht sonderlich gestört zu haben und so wurden munter Löcher in die Decken und Folien geschnitten, ohne diese anschließend wieder fachgerecht zu verschließen.


Jetzt kann man natürlich auch von Glück sprechen, dass das in so einem frühen Stadium noch aufgefallen ist, denn zu einem späteren Zeitpunkt hätte sich die Undichtigkeit in Schimmel geäußert und das wäre echt mega sch....und dann die undichten Stellen finden und beseitigen..na herzlichen Dank.

Diese fiesen Öffnungen zum Beispiel lassen die Luft durch die gesamte Deckenebene ziehen
Den Bauleiter habe ich gleich informiert und jetzt heißt es erstmal den endgültigen Bericht abwarten, an welchen Stellen die Undichtigkeiten sind und wie es dann weitergeht. Für die Sanitärfirma heißt das zunächst erstmal Baustop, bevor noch mehr in die Hose geht und die offenen Löcher abdichten mit Klebeband und Gummipropfen.

Am Wochenende teilte mir mein zukünftiger Nachbar noch mit, dass sich eine von meinen Dachpfannen selbstständig gemacht hat und still und heimlich in die Regenrinne gerutscht ist. Klasse, auch da muss wohl nochmal nachgebessert werden, wenn die Pfannen sich schon bei Windstille verabschieden.



Und die noch notwendige Dämmung wurde nachbestellt. Knapp 90m² fehlen für die Innenwanddämmung und die Installationsebene. Da hat sich wohl einer verrechnet oder es waren ein paar Diebe am Werk. Unwahrscheinlich ist das leider nicht, denn auch in unserem Baugebiet wird geklaut.


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